Niemand ausser Sie soll Ihre Beläge auswählen. Vertreiben Sie die Langeweile, und die häufigsten Fehler vermeiden.
Das Verkleiden von unregelmässigen Oberflächen kann schon mal zu Kopfzerbrechen führen: Wir wissen, wie Sie das vermeiden können.

Mosaik, aus gebrochenen Fliesen gemacht, ist immer eine schlechte Idee: deshalb.

Eine Frage wird uns oft von denen gestellt, die zum ersten Mal dem Kunstmosaik sich nähern: "Können Sie mir ein Mosaik aus übrigen (geborgenen, als Geschenk erhaltenen) Fliesen herstellen?"

Unsere Antwort ist immer "Nein".

In diesem Artikel erklären wir aus welchem Grund, was für eine gute Idee scheint, ist es tatsächlich nicht.

Ein gutes Mosaik bewahrt seinen Wert im Zeitverlauf

Wer das Kunstmosaik auswählt, anstatt jede andere Form der dekorativen Verkleidung, weiss genau was er will. Er ist eine Person, die die exklusive Schönheit, die Dauerhaftigkeit, die Eleganz würdigt.

Die Verwendung von hochwertigen Materialien lässt den Wert eines Kunstwerks durch die Zeit wachsen; im Gegenteil, minderwertige Materialien die Verschlechterung beschleunigen.

Der Künstler wendet sein Talent und seine Erfahrung an, auch durch die sorgfältige Auswahl der verwendeten Materialien. Das ist eben die erste Auswahl, die er machen muss; weil seine technische Fähigkeit erinnert ihn daran, dass jeder Material passt zu eine verschiedene Verwendung, und hat eine verschiedene Auswirkung.

Fliesen sind leicht beschädigt

Es geben einige Beispiele von Mosaiken aus gebrochenen Kacheln, die sind wirklich sehr schön. Jeder der Barcelona besuchte, hat die visionäre Pracht der Werke von Antoni Gaudí kennengelernt; und das, auch viele die haben die Stadt nicht besucht.

Der Katalanische Architekt hat einen unauslöschlichen Eindruck in der Kunstgeschichte hinterlassen, durch seine Häuser der ungewöhnlichen Formen, durch den Bildhauereien im Parc Güell, mit Mosaiken der schimmernden Farben verkleidet.

Seit mehr als ein hundert Jahren die Sonne des Mittelmeeres lässt die Werke des Kunstlers glänzen, und Millionen von Besucher wurden herum entzückt und geblendet.

Was die Besucher aber nicht sehen, oder trotzdem unterschätzen, ist die Tatsache, dass Fliesen werden leicht versehrt. Und wenn sie beschädigt sind, dann sind die Schaden sehr beträchtlich.

Die Keramikfliesen, die man üblicherweise für Wand- bzw. Bodenverkleidung verwendet, bestehen aus einer Zusammenstellung von Natur- und Kunstmaterialien; das Gemisch besteht hauptsächlich aus Lehmerde oder Keramik, und auf der Oberflache werden Farben und Glasur angebracht, damit wird jede Fliese glänzend und gegen verschiedenen Stoffen widerstehen kann: Wasser hauptsächlich, aber auch andere wie Seife, Reinigungsmittel usw.

Die Verarbeitung der weichen und formbaren Rohstoff ins Enderzeugnis, das hart und robust ist, erfolgt in speziellen Öfen, wo das Produkt wird bei höher Temperatur gebracht und während eines bestimmten Zeitraums gehalten.

Zwei unterschiedliche Verfahren sind möglich: Brennen, Anbringung der Glasur und der Farbe, zweites Brennen zur Konsolidierung der Glasur; oder Einzelbrennen direkt zusammen mit der Glasur.

Die zwei Verfahren haben Vorteile und Nachteile, die werden wir hier nicht vertiefen.

Man weiss aber gut, dass das Brennen verwandelt die üblicherweise graue Rohstoff in einer soliden, widerstandsfähigen tonfarbigen Masse; die einzige Ausnahme sind die sogenannte "Vollfarbe Glaskeramik" Materialien.

Im üblichen Hausgebrauch, vermitteln die Fliesen den Eindruck einer optisch strukturierten Oberfläche: egal ob es einfarbiges oder dekoriertes Material ist.

Man weiss auch - es ist gemeinsame Erfahrung - dass ein Aufprall, oder dass Fall eines schweren Gegenstandes, kann eine Ecke der farbigen Glasur absplittern.

Raus kommt das Tonrot.

Fast immer gelingt es, dass die Schade repariert wird: entweder weil die beschädigte Fliesen noch zum Kauf verfügbar sind, oder weil der vorsichtige Hauseigentümer hat zwei oder drei Packungen Fliesen "für den Fall" beiseite gelegen. Ein paar Stunden Arbeit eines Plattenlegers, und die Schade kann man nicht mehr sehen (eigentlich, manchmal kann man einen Unterschied in der Fugenfarben bemerken, oder geringfügige Unterschiede in der Farbnuancen, insbesondere wenn die in der Herstellung verwendeten Farben nicht genügenden Widerstand gegen UV-Strahlen besassen).

Also eine solche Sache in einem Mosaik ist viel schwieriger zu beheben, und alle können dies bei einem Besuch in Barcelona sehen: die Millionen von Besucher, die den Parc Güell seit seiner Eröffnung in 1926 bisher bewunderten, haben offensichtliche Hinweise auf ihren Dasein hinterlassen. Die Fantasien von Gaudì sind noch hervorragend sichtbar; aber auch die Schaden bleiben leider sichtbar.

Wie lange kann es denn dauern?

Wie oben erwähnt, wer für ein Mosaik entscheidet macht eine Auswahl mit Lebensdauer. Der Eigentümer eines Hauses bzw. einer Wohnung, durch ein Mosaik bereichert, wird es lange geniessen.

Sogar noch mehr, wenn der Mosaikkünstler seine Arbeit gut gemacht hat, einschliesslich der technischen Entscheidungen, die äusserst wichtig in einem Mosaik sind.

Leider einige mosaikmachende Kollegen beachten die strenge Regeln der Physik und der Chemie sehr wenig. Ein Mosaik ist nicht einfach eine wunderbare Vision von Gestalten und Farben; es ist auch das Material oder die Materialien woraus die Mosaiksteine bestehen, die Unterlage worauf ist das Werk angebracht, der Mörtel der hält alles zusammen, der Kitt der die Fugen bedeckt - wo es geplant ist, und eine ganze Reihenfolge von weiteren grösseren oder kleineren Umsichten, die alle zusammen tragen zu einem gemeinsamen Ziel bei: und zwar, das Kunstwerk so lange wie möglich andauern zu lassen.

Der erfahrene Mosaikkünstler kennt seine Materialien, liest ihre Datenblätter mit den physiken bzw. chemiken Daten, versteht die Schnittstellen zwischen verschiedenen Materialien, und weiss wie verschiedene Materialien richtig kombinieren.

Da kann man ein weiteres Problem der Verwendung von gebrochenen Fliesen sehen.

Wer kann wirklich beweisen, woraus kommen die verschiedene Fliesen her? wer sammelte sie? woraus nahm er sie her? sind sie fabrikneu oder entstehendes Material aus einem Abriss? wie wurden sie behandelt bzw. gelagert? was für einen Hitze- bzw. Kältebeständigkeit haben sie? wieviel dehnen sie bei der Hitze aus, und wie viel schrumpfen sie sich bei der Kälte ein?

Diese sind nicht unbegründete Fragen eines "Mosaik-Geeks". Im Gegenteil, jeder Ingenieur, jeder Architekt wird bestätigen, dass es handelt sich um grundlegenden Sachen. Und die gleiche Fragen - obwohl in verschiedenen Kontexten - stellen sich Architekten und Ingenieuren, wenn sie Gebäude planen, die müssen lange bleiben, und nicht beim ersten Windstoss abstürzen.

Es gibt Studien von Materialforscher, die zeigen wie die Zyklen des Einfrierens und Schmelzens, innerhalb kurzer Zeit die Trennung der gebrochenen Fliesen bewirken. So ein Problem hatte Gaudì in warmen und sonnigen Barcelona gar nicht; aber in einem weniger günstigen Klima, wird das Problem sehr aktuell.

Ausserdem, die heterogenen Stoffen woraus die wieder verwendete Fliesen bestehen, haben verschiedene Porositätsstufen. Ein poriges Material saugt Wasser; beim Kalt friert das Wasser zu und spaltet.

Restaurierung?!

An dieser Stelle fragt ihr euch: naja, ist es nicht immer möglich das Werk zu restaurieren?

Die Rede über Restaurierung ist lang und kompliziert, und hier können wir nicht uns darüber unterhalten. Nichts desto trotz, wir werden einige Überlegungen machen.

Die erste besteht lediglich aus Vernunft: wir machen eine Investition in einem Kunstwerk, was ist der Sinn dabei, wenn schon nach einigen Jahre braucht es überarbeitet und restauriert zu werden?

Aber da ist noch was anderes. Gerade in diesen Tagen, in denen wir diesen Artikel schreiben, findet in Barcelona der zweite weltweite Kongress über Gaudì statt. Aus den Berichten von verschiedenen Experten kam ein Alarmschrei: die Restaurierungen, die wegen der übermässigen touristischen Beanspruchung haben sich entlang der Jahre wiederholt, haben dazu geführt, dass vielleicht knapp 20% der Mosaike ist original geblieben.

Es handelt sich um einer Schätzung, über die könnte man ewig diskutieren (die Experte sind genau daran) aber eine Tatsache ist ganz sicher: die Mosaike von Gaudì benötigten unzählige Ausbesserungen, Reparaturen und Restaurierungen im Laufe der 90 Jahre in deren sie wurden für die Öffentlichkeit zugänglich.

Natürlich, ein Werk in Privatbesitz muss nicht die Abnutzung eines öffentlichen Parks ertragen; jedoch lässt sich nur schwer feststellen, in welchem Masse wurden die Schaden durch die Vernachlässigung der Besucher verursacht, inwieweit die Ursache muss in der geringen Qualität der Materialien gesucht werden, oder ob die physische bzw. chemische Kompatibilität der unterschiedlichen Materialien wurde nicht genügend betrachtet.

Sicher ist, dass diese Tatsache ist einer der Gründe weshalb wir, wie oben erwähnt, machen keinerlei Mosaike aus gebrochenen Fliesen.

Kunst, Talent und Technik

Ein durch Altmaterialien gemachtes Mosaik, ist fast immer wie ein Bild, das jemand mit weniger Technik malte. Vielleicht ist das Bild nett und herzig, aber es hat nichts mit Van Gogh, Raffaello oder Kandinsky zu tun.

Ein Künstler besitzt Talent und Technik: das erste ist angeboren, die andere wird zum Preis von langen Jahren des Studiums, der Aufopferung, Disziplin und Experimente.

Neben einigen grossen Namen, wie z.B. den oben erwähnten, es gab und es gibt tausende von kleineren bzw. kleinsten Figuren, die aber Talent besitzen, und haben, durch das Studium in den angemessenen Orten, die Technik sich angeeignet.

Vielleicht ihre Werke sind nicht im Louvre angestellt, aber das heisst nicht dass sie wertlos sind. Bloss ein Trompe-l'œil erfordert eine herausragende Fähigkeit, Ausdrucksmöglichkeit, Technik (z.B. für die Perspektive), Farbgefühl, Gleichgewicht der Formen.

Das Gleiche gilt fürs Mosaik: die künstlerische Ausdruck verlangt Gewissheiten, darunter die Sicherheit über die Reaktionen der Materialien. Und wie gesehen, gebrochene Fliesen bieten sehr wenige Gewissheiten an.

Kunst oder Basteln?

Ehrlich, das Mosaik aus gebrochenen Fliesen hat eine sehr nützliche Anwendung, in der wir auch empfehlen es gerne.

Es handelt sich dennoch meistens um ein Hobby, oder um Didaktik. Wir werden von Zeit zu Zeit konsultiert, durch Schulen oder Unterhaltungsanlagen, um Ausbildungstätigkeiten für Kinder, Bastler oder ältere Menschen zu unterstützen.

In diesem Sinne, wieder verwendete Materialien bieten eine interessante Ausdrucksmöglichkeit an, und auch ein gutes Mittel um kreativ zu sein. Zum Beispiel, Kinder lieben sie.

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